Lisa ist in der 11 auf dem Gymnasium.Sie hält sich 40 Zeitstunden pro Woche in der Schule auf. Genau wie ihre Mitschüler/innen. Eigentlich müsste Lisa pro Woche mindestens 15 Stunden für Hausaufgaben und Klausurtraining einplanen. Sie sieht müde aus. Die anderen auch.

Wie wichtig muss man Schule nehmen?

Wichtig! So die einhellige Schülerantwort. Die meisten von euch haben ein sehr davor gesetzt und es fett unterstrichen.
 

Besuche "Gibt es ein Leben vor dem Abi?" auf Facebook

Schule ist Gesellschaft im Kleinen.

Unsere Gesellschaft gilt als Leistungsgesellschaft, in der immer mehr Leute keine Zeit für nichts haben. Ihr auch nicht. Es muss doch irgendetwas zwischen der Jagd auf den Einser-Abi-Schnitt (der Numerus Clausus lässt grüßen) und Schulverweigerung geben, damit euch das Schülerleben mehr Spaß macht. Warum sich plagen, als gäbe es kein Morgen, wenn jede Menge Tipps gegen Stress, Langeweile und Alltagsekel auf euch warten? Ganz zu schweigen von den (un)pädagogischen Tricks, die ihr mir aufgeschrieben habt ...

Help!

Und dann die Diskussionen zu Hause: „Keine Ahnung, was ich mal mache – nach dem Abi.“ Und dass der Abi-Durchschnitt sowieso an keinen NC heranreicht – höchstens für einen Studienplatz in Siegen – was noch schlimmer sein soll als Verlieren.

Wie sehen die Schüler/innen das?
Machen sie überhaupt Hausaufgaben?
Wie pfuschen sie sich durch?
Was ist ihnen wichtig?
Sind sie eigentlich glücklich?
Haben sie ein Leben vor dem Abi?

„Gibt es ein Leben vor dem Abi?“ ist nicht nur eine Bestandsaufnahme in Sachen Schule, sondern auch ein ziemlich freches Buch. Es bringt den gymnasialen Wahnsinn auf den Punkt: Schule ist Gesellschaft im Kleinen. Und unsere Leistungsgesellschaft treibt gerade in ihre Hochblühphase.
Pisa lässt vielmals grüßen...
Liebe Eltern,

gibt es ein Leben vor dem Abi?

Kaum – denn Ihre Tochter/Ihr Sohn hat nach der 8. und 9. Stunde Leistungskurs Mathe noch die 10. und 11. Sport und Sie, liebe Eltern, sind mit den Nerven runter, weil ihre Kinder immer öfter kaum ansprechbar, dafür aber blass und müde sind, am liebsten chillen oder Heidi Klums Barbie-Show anglotzen, weil mehr nicht drin ist nach so einem Tag.

Die Rede ist vom ganz alltäglichen Wahnsinn: einer 40Stundenwoche in der Oberstufe des Gymnasiums, wozu noch der tägliche Hin- und Rückweg kommen.

Ach ja – und eigentlich sind auch noch Hausaufgaben zu erledigen. Theoretisch jedenfalls. Und die nächste Klausurphase steht vor der Tür...













 
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