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Schauplätze

Am falschen Ende der Hoffnung

Panzer Bunker

Das Berliner Umland ist reich an "Lost Places", an verlassenen Orten. Es können stillgelegte Frabriken sein, verlassene Krankenäuser oder, wie im Falle von »Am falschen Ende der Hoffnung«, nach dem Abzug der Russischen Truppen aufgegebene Bunker. Im Norden von Berlin, hinter Wandlitz, kann man auch die im Buch beschiebenen Panzergaragen finden. Den genauen Ort gebe ich nicht preis, aber einigen Geocachern dürfte er bekannt sein. Das Foto links wurde in einem dieser verlassenen Bunker aufgenommen. Auch die Nebenschauplätze sind realexistierende Ort. Das Hochhaus steht am Breienbachplatz und den Friedhof kann man finden, indem mann die Koordinaten, die Alexej im Buch den Cachern mitteilt, bei Google Maps eingibt. Eine berühmte berliner Ikone liegt dort begraben.

Im Bunker

Die Erben des Deserteurs

Alexej in Langballigau

Auch Langballigau ist ein realer – und sehr schöner – Ort an der Ostsee, umweit von Flensburg. Man kann dort, wie Alexej und Lars, bei den Odin-Fischern essen oder im Fährhaus Kaffee und Kuchen bekommen. Allerdings habe ich Langballigau für den Roman etwas umgebaut. Hinter den Odin-Fischern und dem Fährhaus befinden sich keine Schuppen, sondern ein Parkplatz. Dafür kann man an genau der gleichen Stelle wie Alexej auf dem Steg sitzen und auf den Hafen und die andere Seite der kleinen Bucht schauen. Das Cover von »Die Erben des Deserteurs« zeigt im Hintergrund einen Hafen in der späten Abenddämmerung und dieser Hafen ist … ? Genau, der Hafen von Langballigau.

Und der kleine Kutter rechts unten auf dem Foto gehört … den Odin-Fischern.

Alexej in Langballigau


Alexej in Langballigau

Hintergrundwissen


Spezialeinheiten

Spezialeinheit
Foto: Oleg Zabielin/Fotolia

(Специальные отряды быстрого реагирования zu deutsch: Schnelle Spezialeingeiftruppe)
Die SOBR ist eine Spezialeinheit des russischen Innenministeriums. Ihre Hauptaufgabe ist die Terrorbekämpfung, aber sie wird auch im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Drogenhandel eingesetzt. Am 16. September 2002 wurde sie offiziell aufgelöst und in die OMSN (rотряд милиции специального назначения, zu deutsch: Polizeispezialeinheit) umgewandelt. Da sie aber nach wie vor SOBR genannt wurde, erfolgte im November 2011 die Rückbenennung.

Im Gegensatz zur umstrittenen OMON rekrutiert sich die SOBR nicht aus jungen Soldaten, sondern aus erfahrenen Polizeibeamten.

Die SOBR-, bzw. OMSN-Einheiten waren bei der Geiselnahme von Beslan im September 2004 im Einsatz.

Mitglieder der SOBR bei einer Übung

Einsatz der SOBR
Foto: Vitaly V. Kuzmin / Wikipedia / Lizensiert durch die Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Mat – Die russische Vulgärsprache

Mat - die russische Vulgärsprache

Der Begriff „Mat“ bedeutete ursprünglich „lautes Geschrei“.

Der Grad der Vulgarität kann in Übersetzungen nicht wiedergegeben werden, denn er wird als wesentlich obszöner empfunden, als vergleichbare deutsche Schimpfwörter. Es wird also dringend davon abgeraten, ihn während seines nächsten Russlandurlaubes zu verwenden.
Wer es aber mit seiner Auslandkrankenversicherung oder mit einem Bestattungsunternehmen seines Vertrauens geklärt hat, kann sich hier Anregungen holen: Russki Mat

Nach Glasnost und Perestroika entstanden einige russische Filme, in denen Mat gesprochen wurde. Diese Filme haben eine Altersfreigabe von 16 oder 18. Die Vulgärsprache hat dort also den gleichen Status wie extreme Gewaltszenen oder explizierte sexuelle Handlungen.



Die Gratsch

»Gratsch«

Die Gratsch, Alexejs Waffe, ist seit 2003 die Dienstpistole der russischen Streitkräfte und der Polizei.

Der offizielle Name ist 6P35. Gratsch (oder Grach) hieß sie in der Testphase und bedeutet "Saatkrähe".

Boje

Boje oder Tonne?

Die Boje, an die Alexej in Band 1 gefesselt wird, ist genaugenommen eine „Tonne“. Doch Alexej ist kein Seemann und kennt sich mit nautischen Fachbegriffen nicht aus.

Viktor Nikitin

In einer Szene in »Die Erben des Deserteurs« singt Alexej das Lied »Kalinka« und sagt später, Zugaben gäbe er nur, wenn man ihn nett darum bittet. Er spielt damit auf ein Kontert von 1948 im zerbombten Berlin. Der Sänger Sänger Victor Ivanovich Nikitin mit dem Chor der Roten Armee sang „Kalinka“ und das begeisterte Publikum forderte drei Wiederholungen des Liedes.

Diesen beiden Links verweisen auf besondere Zeitdokumente. Sie wenden zu YouTube weitergeleitet.

Filmdokument: Victor Nikitin singt Kalinka. Kuzer Ausschnitt
Nikitin


Victor Nikitin: "Kalinka" nur Audio

 

Selbstjustiz

Eine kurze Übersicht über Vigilantismus im Film und Literatur

Was haben Filme wie „Die Teufelin“, „Rambo“ oder Romane wie „Der Graf von Monte Christo“ gemeinsam?
Ihr Grundthema ist Selbstjustiz.

Kaum ein anderes Motiv löst so viele Diskussionen aus. Keine kontroversen Diskussionen, denn darüber, dass Selbstjustiz nicht zu billigen ist, bestehen keine Meinungsverschiedenheiten.

Der Film „Ein Mann sieht rot“ erntete nach seinem Erscheinen 1974 heftige Kritik, da man ihm vorwarf, suggestiv Mittel einzusetzen, um Selbstjustiz zu rechtfertigen.

Zuschauer zögern am Ende von Aufführungen von „Extremities“ zu applaudieren, so, als würden sie durch ihren Beifall die menschlichen Abgründe gutheißen.

Andere typische Vigilanten lösen keine derartigen Reaktionen aus. Der vielleicht nicht berühmteste, aber zumindest mächtigste unter ihnen ist Superman. Ihm applaudiert man, wenn er die Welt rettet und die Bösen bestraft.

Woran liegt das? Sind die Superhelden-Geschichten zu fern der Realität, um Fragen für das eigene Leben aufzuwerfen? So ganz kann das nicht stimmen, den weniger eindeutig „gute“ Superhelden, angefangen bei Batman bis hin zu Rorschach aus „Watchmen“, stehen aus diesem Grund, mehr oder weniger, in der Kritik. Vielleicht haben wir Angst vor den eigenen Abgründen, vor der Frage, wie würden wir in der gleichen Situation reagieren.

Dürfen wir Symphatie für Menschen empfinden, auch wenn sie unseren Überzeugungen entgegen handeln?

„Am falschen Ende der Hoffnung“ ist eine Geschichte über Selbstjustiz.
Sie soll die Handlungen des Protagonisten weder verherrlichen noch rechtfertigen.
Aber sie wirft einen Blick in jene Tiefen, die wohl in jedem von und lauern.

„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“

Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse

Weitere Bücher und Filme mit dem Grundmotiv Selbstjustiz:
Der Besuch einer alten Dame - Friedrich Dürrenmatt
Der Hexer - Edgar Wallace
Die verlorene Ehre der Katharina Blum - Heinrich Böll
Dirty Harry
KillBill
Leon - Der Profi
Sin City
Blade

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